In Niedersachsen engagieren sich rund 2,8 Millionen Ehrenamtliche in den Vereinen, Verbänden, Kirchen und in der Politik. Insgesamt leisten sie so jährlich knapp 500 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit, die auch auf den christlichen Werten unserer Gesellschaft beruhen. Die Kreisverbände der Frauen Union und der Jungen Union, sowie der CDU Stadtverband Herzberg befassten sich nun in einer Abendveranstaltung mit der Thematik „Glaube und christliches Miteinander - Bedeutung im kommunalen Ehrenamt“. Als Referentin konnte man die stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Niedersachsen und Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU- Bundestagsfraktion, Frau Dr. Maria Flachsbarth MdB, begrüßen.
Eingeleitet wurde die Veranstaltung im Gemeindehaus der kath. Pfarrgemeinde St. Josef durch Grußworte von Dechant Franz Kurt aus dem Dekanat Nörten-Osterode sowie dem Superintendenten des ev.-luth. Kirchenkreises Herzberg, Herrn Volkmar Keil.
In ihrem Vortrag betonte Frau Dr. Flachsbarth, dass es selbstverständlich noch viele andere Motivationsquellen für ehrenamtliches Engagement gebe. Das Christentum trage aber mit seiner Botschaft der Nächstenliebe stark dazu bei, dass sich Christen für die Gemeinschaft engagierten. Ohne dieses zahlreiche Engagement, sei es in Vereinen, Verbänden, der Kirche, im familiären Bereich oder in der einfachen Nachbarschaftshilfe, müsste der Staat all diese Aufgaben mit übernehmen. Dies sei gerade in der heutigen Zeit nicht möglich. „Wir brauchen die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger am ‚großen Ganzen‘ unseres gesellschaftlichen Systems, damit unsere Gesellschaft funktionieren kann“, so Dr. Flachsbarth. Die Politik müsse daher gute Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffen. So wurde z.B. der Übungsleiterfreibetrag angehoben und eine neue steuerfreie Aufwandspauschale für ehrenamtlich Tätige eingeführt.
In der anschließenden Diskussion waren sich alle Teilnehmer einig, dass man vor allem die Anerkennung des Ehrenamtes weiter verbessern müsse. Erste Schritte seien dabei schon getan. So können sich Schülerinnen und Schüler ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten auf den Zeugnisblättern eintragen lassen.
Eines hat die Veranstaltung deutlich gezeigt: das Ehrenamt ist keine vermeintliche Selbstverständlichkeit. Es ist vielmehr eine Ehrensache, die man nicht hoch genug anrechnen kann.





